Pressestimmen zu huljet!

(Pressespiegel zu den CDs unter Tonträger)

 

„Die Nürnberger Gruppe „huljet“, eine Musikerin und drei Musiker begeisterten im Lutherhaus, das fast bis auf den letzten Platz gefüllt war, mit einer Musik, die sich Stilelemente und Melodien aus der Klezmermusik holt und sie in neuem Gewand darbietet….“huljet“ hat die begeisterten Zuhörer durch die Welt geführt. Ohne Zugaben ließ man die Musiker nicht ziehen.

 

Altmühlbote, 15.11.2008

 


Zur Freude der Wirte und zum Leidwesen der gestressten Bedienungen ist die Grüne Halle so voll wie lange nicht mehr. Dafür sorgen Huljet, die im Rahmen des Klezmer Festivals aufspielen. Die Lokalmatadore bringen viel Vertrautes und Neues.

Ihr Weltmusik-Mix mit osteuropäisch-arabischer Fernweh-Note und geringem KlezmerAnteil kommt an. Jedes Lied ist eine Geschichte und hat auch eine. Entspannt lässt das Publikum den frühen Abend dahin rieseln. Ab und zu sorgt Bettina Ostermeiers Klarinette für Tempo, dann tritt wieder die beinah rockige Gitarre von Robert Hofmann in den Vordergrund. Tobias Kalischs Bass pulst angenehm darunter. Kommt noch ein guter Wein hinzu, ist das Feierabendglück perfekt.

Die Melancholie früherer Huljet-Auftritte scheint verschwunden zu sein. Dafür klingen sie leicht jazziger als früher. In Zeiten, in denen so viele andere Musiker ihre Stücke «verklezmern», ist es nicht dumm, genau den anderen Weg zu gehen. Es scheint, diese Band wagt mit ihrem feinen Gespür für Trends wieder mal einen Schritt in Richtung Zukunft.

CLAUDIA SCHULLER, Fürther Nachrichten, 8.3.2008


"Unerhörte musikalische Wege"

NEUMARKT. Als sich vor knapp einem Jahr die Gruppe huljet! in neuer Besetzungdem Publikum in Oberweiling

vorstellte und der Kneipenbühne eine Weltpremiere bescherte, wurde es sehr schnell klar: mit Robert Hofmann, Bettina Ostermeier, Tobias Kalisch und Sandor Toth hatten sich vier Individualisten gefunden, deren Ziel es war, gemeinsam unerhörte musikalische Wege zu beschreiten.

Die Messlatte der Virtuosen lag sehr hoch, wurde jedoch mit Bravour genommen - nicht zuletzt, weil sich das Quartett von Anfang an wunderbar verstand und eine harmonische Atmosphäre in das Publikum ausstrahlte, die ihresgleichen sucht.

Am Samstag nun – wieder vor vollem Haus – konnte man staunend erfahren, dass dies alles noch zu toppen ist. Musikalisch reifer, frecher und lockerer, präsentierte huljet! eine Palette an Klängen und Rhythmen, die jeden tief in ihren Bann zog.

Allein schon das Instrumentarium aus elektrischer und akustischer Gitarre, Oud und Handtrommel (Robert Hofmann), Klarinette, Bassklarinette, Sopransaxophon, Akkordeon und Gesang (Bettina Ostermeier), E- und Kontrabass (Tobias Kalisch) und Schlagzeug und Perkussion (Sandor Toth) ließ Zuhörermünder offen stehen, nicht zuletzt, weil jeder seine Gerätschaft perfekt beherrschte und selbst bei jagend schnellen Unisonoläufen uhrwerkgenau in Tempo und Rhythmus stimmte.

Das Gegengewicht dazu bildeten relativ freie Improvisationen, ein großartiges Trommelduell etwa. Und damit niemand auf die Idee kommen konnte, dass die "Weltmusik" von huljet! – bestehend aus jiddischer, ungarischer und arabischer Folkore, Rock und Jazz – etwas von akademischem Konstrukt beinhalten könnte, war das Ganze scharf gewürzt mit genau der richtigen Portion von Witz und Charme: Sandor Thoths Geschichte von seinem ungarischen Großvater und dessen bestem Freund Alajos oder Robert Hofmanns Problem mit spanischen Grenzbeamten und zu langen Haaren etwa.

Ein Konzept, ein Konzert, das von der ersten bis zur letzten Sekunde begeisterte.

 

Neumarkter Nachrichten, 04.03.07


 

"Voll bestuhlt im Kick in Hersbruck. die Band huljet! aus Nürnberg zog Jung und Alt zum "Kick-Genuss" für die Seele, Gefühl und Gehör.... Das erste Stück Radio Mazor zeigte bereits, wie sich die Klezmer-Musik in huljet! weiterentwickelt: gepaart mit Traditionalität und Moderne, entwachsen der Vergangenheit und eingetreten in die Neuzeit und wiedergeboren voller Wehmut mit tiefer Freude.....Virtuoses Marimba, herrliches Akkordeon, sauberer Kontra- und E-Bass, rhythmisch- gefühlsschnelle Saitenarbeit und dynamisches Schlagzeug unterstrichen die Kompositionen der Band und die Publikumsarbeit von Martin Zels. Jedes Stück wurde in einen Zusammenhang gebracht und die Entstehung dem Publikum erklärt, die Zuhörer mit auf die interessanten Erfahrungsreisen der Musiker genommen.....Lebendigkeit, spritzig mit ruhigen Elementen, Erinnerungen und Experimentelles lassen huljet! leben. Tolles Klarinettensolo vor der Pause..... huljet!, das sind Profis am Instrument.....ihre Musik verbindet Kopf und Geist, ist Seele und Inspiration, vertieft Kultur und Gemüt, hat einen spirituellen Reiz dessen treibende Kraft im Loslassen liegt. Steigend anschwellende Trommelwirbel im Duett und das Publikum ist begeistert. Mit angereichertem Kopf und Körper geht es jiddisch in die Nacht - huljet! nimmt alle mit auf eine richtige Feier ins Land der Bärte und Hüte.

 

Hersbrucker Zeitung, 20.01.05


"Was tatsächlich Anlass zu Begeisterungstürmen gibt, ist die mitreißende Spielfreude... Ein beeindruckendes Erlebnis, das auch weitere Anfahrten lohnt."

 

(NZ, 18.01.05)


"...die Mischung der verschiedenen Musikgenres macht huljet! einzigartig und hörenswert....Zehn Jahre dauerte es bis huljet! sich von bestehenden Konventionen löste und einen ganz eigenen Musikkosmos schuf. Schwermütige Elemente, die so manches Repertoire der Klezmorim prägten, die singend "von Shtetl zu Shtetl zogen, finden sich bei diesem "Multi-Kulti-Haufen" mit gesamteuropäischen Stammbäumen eher selten. Höchstens dann, wenn sie etwa " die blaue Stunde" in Noten gießen. Treibender Rhythmus und sprühende Lebensfreude bestimmen um so öfter das Bild....meist bekennt sich die "Gojgorup" zum Optimismus, selbstbewusst, frech... und fränkisch."

Süddeutschen Zeitung, 2.11.2004


"Einen starken Auftritt absolvierte "huljet!" am Freitagabend beim Leierkasten. ... Frisch und unverbraucht boten sie einen mitreißenden Musikabend.... und obwohl die "Gojgroup" damit kokettiert sich bewusst nichtauthentisch zu präsentieren, findet man dennoch in allen Stücken - wie die notwendige Prise Salz in der Suppe - Elemente der Musik aus dem "Shtetl". Instrumental, mit Gesang und a-cappella-Show, auf jiddisch oder der Landessprache, wo das Lied herkommt, in Eigenkompositionen oder übernommenen Stücken bewies huljet! eine breit angelegte Vielfalt, die ihre Stärke nicht im Unterhaltungswert alleine sieht. Verbrämt mit Jazz, mit Pop und Folklore haben die Musiker Erlebnisse, Erinnerungen, Gedanken und Kritik zu Musik geformt. In ihrer Eigenwilligkeit transportiert sie Botschaften aus der Welt für die Welt und macht keinen bogen um heiße Themen."

Münchener Merkur, 2.11.2004


"Eine Ahnung von der Zukunft, Kufo: Huljets Zehnjähriges

 

Vor zehn Jahren absolvierte huljet! ihren ersten Auftritt auf der Bühne der Fürther Kofferfabrik. Nun zelebrierte sie das Bandjubiläum mit vielen Freunden und Weggefährten im kleinen Saal des Kulturforums. Zwischen den beiden Daten ist viel passiert: von der ursprünglichen Besetzung ist heute nur noch Marimbafonist und Sänger Martin Zels übrig geblieben, der deshalb auch die Aufgabe hat, mit Ironie und Humor durch das Programm einer Formation zu führen, die nicht gerne Klezmerband genannt wird - obwohl ihre Musik zumindest beim ersten Hinhören genau so klingt, als sei sie von den Nachkommen jener Chassidim und Sephardim geschrieben worden, die erst der Holocaust aus ihrem Shtetl vertrieben hat. diese Heimatlosen pflegten  allerdings selten eine derart aggressive E-Gitarren-Auffassung wie Robert Hofmann, der ebenso gern abrockt, wie er mit der arabischen Oud orientalische Gefilde bereist. Jene Getriebenen wechselten wohl auch kaum so virtuos und völlig bruchlos zwischen Klarinette und Akkordeon wie huljet! Leadsängerin Bettina Ostermeier. Ganz zu schweigen von Zels´ Freejazz-Marimba-Soli und Glockenspiel-Paraphrasen. Tobias Kalischs´ entfesselten Bassläufen und Sandor Thoths´ groovig treibender Schlagzeug-Arbeit. Das Kaleidoskopartige der huljet!-Hörbilder ist freilich Spiegel der Jahre, in denen die Gruppe  ihre Identität suchte und mit Deutschrock-Versatzstücken ebenso experimentierte wie mit osteuropäischer Folklore und " New Klezmer". All das ist auch 2004 irgendwie noch da, so wie auf manchem frisch getünchten Laden noch der Schriftzug des ursprünglichen Besitzers schattenhaft durch die frische Farbe scheint. Allerdings werden die Reminiszenzen an die Bandvergangenheit mit langem Atem in viel größere Zusammenhänge integriert. wir wollen kein Best of spielen, meint Zels lächelnd, während er an verdiente Band-Unterstützer "Goldene Huljetten" kleine Kunstwerke aus Holz, Draht, Nägeln und Farbe verteilt. Wozu auch zurückblicken, wenn das Material der aktuellen CD "meschugge" doch eine Ahnung von der Zukunft des Klezmer zu vermitteln mag.

 

Fürther Nachrichten,26.10.2004


"huljet! heißt: tanzt, lebt, freut euch! Bei der Musik der Klezmer-Band im ausverkauften Dehnberger Hof Theater fiel es den Zuhörern manchmal schwer, sitzen zu bleiben und nicht zum Tanzen aufzuspringen.....Die "Jiddische Nacht hätte bis zum Morgen dauern können."

Pegnitz Zeitung, 7.9.2003


"Das huljet! - Konzert im Pavillon der Begegnung sorgte für ein volles Zelt. Klezmer - Musik vom Feinsten."

Hersbrucker Zeitung, 8.5.2003


"Die Mischung aus Alt und Neu erwies sich als gelungen."

Fürther Nachrichten, 2003


"Immer wieder steigert sich die Intensität des Gespielten, wird schneller und lauter, um dann umzuschlagen in verhaltene Töne. Oft sind die Lieder mitreißend, tanzbare Musik, aber nie eingängig oder glatt. Immer wieder gibt es Brüche, den unerwarteten Umschwung in eine andere Tonart, in ein anderes Tempo. Von diesem Wechsel lebt die Klezmermusik. Obwohl huljet! am Nachmittag spielt, nicht zur besten Zeit, gelingt es ihnen doch, die Stimmung der Zuhörer zu beeinflussen und sie trotz Sonnenschein und Faulenzen gefangen zu nehmen mit ihren lebendigen Liedern und ihrer Spielfreude."

Nürnberger Nachrichten, 7.8.2002


"...die Fünf sind mit neuen Stücken und eigenwilliger Interpretation selbst bei Kennern der Materie immer wieder für eine Überraschung gut. Sie schreiben neue Stücke, arrangieren und improvisieren ungeniert mit allen musikalischen Mitteln, die sie zur Verfügung haben. Und das ist eine ganze Menge... Ob als Solist oder zusammen brillieren die Musiker mit alten und neuen Stücken.... Alles voller Überraschungen und Kabinettstückchen, die gewürzt sind durch eine schelmische Präsentation. Es gab reichlich Applaus, auch auf offener Szene für die Akteure..."

Neumarkter Nachrichten, 14.6.2002


"Die Gruppe brillierte mit erstklassigen Improvisationen. Bereits nach dem ersten Stück entflammte ein enthusiastischer Applaus."

Nordbayerische Nachrichten, 20.5.2002


"Beeindruckend an diesem Abend war die hohe Musikalität und Spielfreude der einzelnen Bandmitglieder, die der Klezmermusik mit Eigenkompositionen und Experimentierfreudigkeit neues Leben einhauchten."

Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung, 26.1.2002


  „On Saturday night ... Huljet appeared in the courtyard of the Redeemer Church in Jerusalem's Old City...The entire evening was both bittersweet and genuine...Not only do these young Germans play Jewish music, but they have made a study of it. I was impressed that they knew obscure tunes, knew about the origins of klezmer music, where it was, and wasn't, played."

 FolkNotes Israel, 2000